Der häufigste Fehlkauf ist kein Roboter
Wer einen kleinen Roboter verschenken will, landet nach zwei Klicks in einer Liste, in der Basisgeräte und Zubehörteile nebeneinander stehen, oft mit ähnlichen Bildern und ähnlichen Namen. Das Ergebnis kennt jeder Händler in dieser Kategorie: Am Weihnachtsmorgen liegt eine Erweiterung unter dem Baum, und das Gerät, für das sie gedacht ist, fehlt.
Das ist der teuerste Fehler in dieser Produktgruppe, weil er sich vor dem Auspacken nicht bemerkbar macht. Deshalb steht bei uns auf jeder Zubehörseite ein Satz an derselben Stelle: Setzt einen Eilik voraus. Nicht als Fußnote, sondern über dem Preis.
Woran man ein Basisgerät erkennt
Das Handbuch beschreibt den Lieferumfang eines vollständigen Eilik. Wenn diese Teile im Karton liegen, ist es ein Basisgerät:
- 1× Eilik
- 1× Benutzerhandbuch
- 1× USB-C-Kabel
- 1× Conductive Tab, das Werkzeug zum Zurücksetzen und Formatieren
- 5× Food Toy in zufälliger Auswahl, 5× Magnet, 9× doppelseitiges Klebeband
Mehr braucht es nicht, damit das Gerät läuft. Kein Netzteil ist dabei, das Kabel schon. Wer also ein passendes Ladegerät im Haus hat, ist mit dem Karton allein startklar.
Beleg: Handbuch V1.5, S. 1
Zwei Geräte sind eine eigene Entscheidung
Es gibt Funktionen, die erst ab zwei oder drei Geräten laufen. Das Handbuch widmet dem sechs Seiten. Die Geräte werden magnetisch aneinandergesetzt, dann drückt man einen beliebigen Collar Button und tippt einen beliebigen Kopf an.
Ab zwei Geräten sind Eilik Theater, Clapperboard, Crime Patrol, Dance to Beat und Puppet Toys belegt. Ab drei kommen Dominoes und Song and Dance dazu. Wichtig für den Geschenkkauf: Dafür braucht es zwei vollständige Basisgeräte, nicht ein Gerät plus Zubehör. Wer das verwechselt, kauft ein Teil, das allein nichts tut.
Belege: Handbuch V1.5, S. 3 (Kennzeichnung ×2 und ×3), S. 20–25 (Duo und Party)
Was der Beschenkte nicht bekommt
Drei Punkte, die vor dem Kauf zählen und die man später schlecht erklären kann.
Keine deutsche Anleitung. Das Inhaltsverzeichnis des Handbuchs bietet QR-Codes für Englisch, Japanisch, Koreanisch und Chinesisch. Deutsch fehlt. Wer jemandem etwas schenkt, der kein Englisch lesen mag, sollte das einkalkulieren.
Keine Herstellergarantie für Käufe bei Händlern. Energize Lab gewährt 90 Tage Garantie, ausdrücklich nur für Käufe über offizielle Kanäle, und diese Garantie ist nicht übertragbar. Ein Geschenk fällt damit doppelt heraus. Die gesetzliche Gewährleistung bleibt davon unberührt, und wir wickeln sie ab, nicht ein Hersteller in Shenzhen.
Keine Altersfreigabe im Handbuch. Das Dokument nennt keine Zahl und keine Kleinteile-Warnung. Wir erfinden deshalb keine. Was wir sagen können: Im Karton liegen 5 Magnete und 5 kleine Food-Toy-Teile. Wer in einen Haushalt verschenkt, in dem Kleinteile ein Thema sind, weiß damit, was drin liegt.
Belege: Handbuch V1.5, S. II (Sprachen), S. 31 (Garantiebedingungen), S. 1 (Lieferumfang). Eine Altersangabe fehlt im gesamten Dokument.
Wem man das besser nicht schenkt
Es gibt eine Erwartungshaltung, die dieses Gerät sicher enttäuscht. Wer sich einen sprechenden Assistenten für den Schreibtisch wünscht, etwas, das Fragen beantwortet oder Termine vorliest, liegt hier falsch. Eilik hat keine Internetverbindung, keine App und kein Konto. Firmware-Updates laufen über ein USB-C-Kabel am PC.
Das ist für viele der Kaufgrund und für manche der Rückgabegrund. Beides ist in Ordnung, es sollte nur vorher klar sein.
Beleg: Handbuch V1.5, S. 27
Die Fragen, die man vor dem Bestellen beantwortet haben sollte
- Basisgerät oder Zubehör? Steht auf der Seite „Setzt einen Eilik voraus", ist es Zubehör
- Hat der Beschenkte schon eins? Dann ist ein zweites Basisgerät die sinnvollere Ergänzung als ein Anbauteil
- Ist Englisch ein Problem? Das mitgelieferte Handbuch ist nicht auf Deutsch
- Wann muss es da sein? Lieferzeit vor dem Bestellen prüfen, nicht nach dem Kauf
Wenn es doch danebengeht
Ein falsch gekauftes Zubehörteil ist ärgerlich, aber kein Drama. Vierzehn Tage Widerruf gelten, die Rücksendeadresse steht in der Widerrufsbelehrung. Uns ist es lieber, du fragst vorher, ob das Teil zum vorhandenen Gerät passt. Diese Auskunft kostet uns eine E-Mail und dir nichts, und sie verhindert genau den Fall, um den es in diesem Artikel geht.